Das Hochschulnetzwerk für Globale Partnerschaften Baden-Württemberg warnt vor den Folgen geplanter Kürzungen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für die internationale Hochschulzusammenarbeit.
Nach den aktuellen Plänen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sollen nahezu alle DAAD-Programme zur Hochschulkooperation mit Partnern in den Ländern des Globalen Südens eingestellt werden. Zudem laufen Programme aus, die bislang aus Sonderinitiativen des BMZ gefördert werden. Der DAAD fördert mit BMZ-Mitteln bislang Projekte von ca. 60 deutschen Hochschulen mit Partnerhochschulen in den Ländern des Globalen Südens zu Zukunftsthemen wie Energieversorgung, Wassermanage-ment, Gesundheit, Digitalisierung und Unternehmertum. Alleine in den vergangenen fünf Jahren erreichten die Programme laut DAAD mehr als 120.000 Menschen in über 70 Ländern.
Globale Hochschulkooperationen sind eine wichtige Säule der deutschen Außenwissenschaftspolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Baden-Württembergische Hochschulen haben ihre Kontakte zu Hochschulen des Globalen Südens auch mit Förderung des DAAD in den letzten Jahren erfolgreich ausgebaut. Die geplanten Kürzungen gefährden Entwicklungserfolge vor Ort ebenso wie langfristige deutsche Interessen, die durch strategische Partnerschaften realisiert werden.